Von einer Sekunde zur nächsten ändert sich alles. Außergewöhnliche belastende Ereignisse wie Unfälle, Gewalt oder Katastrophen rufen bei vielen Menschen vorübergehend starke Reaktionen und Gefühle hervor. Davon können auch Augenzeugen und vor allem Angehörige betroffen sein. Plötzlich stehen Menschen an einem Wendepunkt in ihrem Leben, nach dem fast nichts mehr so sein wird, wie es vorher einmal war. Auch Einsatzkräfte sind bei aller Professionalität von manchen Einsätzen auch danach noch sehr bewegt. Rettungskräfte, Feuerwehr und Polizei sind bemüht, Leben zu retten, während Angehörige, Betroffene und Augenzeugen ein Gefühlschaos erleben. "In dem Moment des Verlustes eines geliebten Menschen bricht die ganze Welt zusammen. Das Herz weiß gar nicht, wie es das aushalten soll. Doch Gott weiß um mein Schreien und hilft in dieser schweren Zeit", weiß der Leiter der Berliner Notfallseelsorger Pfarrer Justus Münster und nimmt diese Zusage in seine Einsätze mit.

Am 15. November 2015 wollen wir um 18:30 Uhr unserer Toten des letzten Jahres gedenken. Eingeladen sind Angehörige, Betroffene und Augenzeugen von Unfällen oder anderen Gewalttaten sowie alle Einsatzkräfte der Notfallseelsorge und Krisenintervention Berlin, der Feuerwehr, Polizei und Hilfsorganisationen in Berlin.

Der Gedenkgottesdienst wird von den Mitgliedern der Notfallseelsorge/Krisenintervention Berlin gestaltet. Vor dem Gottesdienst besteht die Möglichkeit, die Namen von Verstorbenen auf Zettel zu schreiben. Diese Namen werden dann in den Fürbitten genannt.

Dienstag, den 15. November 2016 um 18:30 Uhr
in der St. Marienkirche am Alexanderplatz
http://www.marienkirche-berlin.de