Die erste Selbsthilfegruppe für Betroffene, die einen nahe stehenden Menschen durch Suizid verloren haben, wurde 1995 in Bayreuth von Frau Emmy Meixner-Wülker nach dem Suizid Ihres Ehemannes ins Leben gerufen. Inzwischen hat sich sich aus dieser Gruppe ein Verein gegründet: AGUS e.V., ein gemeinnnützig tätiger Verein, der es sich zur Aufgabe gemacht hat, Betroffene bei ihrer Suizidtrauer zu unterstützen.

In den letzten Jahre haben sich in vielen deutschen Städten AGUS-Selbsthilfegruppen gegründet.

Ihr Anliegen ist es, Suizidtrauernden die Zeit und den Raum zum Austausch zu geben. Im Gespräch mit Gleichgestimmten können Betroffene Hilfe und Verständnis zu finden. Jeder, der sich mit seiner Trauer allein gelassen oder von ihr überfordert fühlt, soll die Möglichkeit bekommen, sich mitzuteilen und Hilfe zu erfahren.
In Berlin/Brandenburg gibt es zur Zeit zwei AGUS-Gruppen: Eine Gruppe, die für jeden Betroffenen offen ist (auch für betroffene Eltern--> allgemeine Gruppe) und eine reine Elterngruppe (Eltern, die ihr Kind durch Suizid verloren haben). Diese Seite informiert in erster Linie über die offene Gruppe und über die Suizidtrauer im allgemeinen. Wir stellen aber auch den Kontakt zur Elterngruppe her.

Wir möchten für Sie da sein, wenn Sie das Bedürfnis haben, über Ihre Trauer zu reden. Die Trauer nach einem Suizid ist in der Regel eine sehr besondere, erschwerte Trauer. Ein Suizid ist zumeist ein plötzlicher Tod, der keine Möglichkeit des Abschiednehmens gibt. Die Suizidtrauer wird daher neben den für eine Trauer ganz normalen Gefühlen, oft begleitet vom Gefühl der Schuld, von Unverständnis und Nacht-Wahrhaben-Wollen, von Wut aber auch einer schier unendlichen Sehnsucht nach dem geliebten Menschen, der so jäh von uns gegangen ist.

Unser Selbsthilfegruppentreffen soll die Gelegenheit zum Austausch und zum Trost geben - sie sind dazu herzlich eingeladen!

http://berlin.agus-selbsthilfe.de/