Täglich berichten Medien über tragische Ereignisse, Unfälle mit Todesfolge und Katastrophen. Oft wird dabei erwähnt, dass auch die Notfallseelsorge gerufen wurde, um den Betroffenen Beistand zu leisten. Innerhalb weniger Jahre ist dieser Dienst unter dem Namen Notfallseelsorge für die Öffentlichkeit eine Selbstverständlichkeit geworden.

Die Seelsorge in Notfällen für Menschen, die einer lebensbedrohlichen Gefahr oder gar der Erfahrung des plötzlichen Todes ausgesetzt sind, ist schon immer Grundbestandteil des Seelsorgeauftrags der Kirche gewesen. Sie bietet für Menschen in Not verlässliche Präsenz und Begleitung, sie hilft auf der Suche nach Wegen, dem Chaos der Gefühle Ausdruck zu geben, sie hilft durch Zuhören, durch Beten und Bezeugen, sie hilft auch durch das Angebot von Riten des Abschieds und der Trauer, oftmals allein durch ihre stille Anwesenheit.

Nach der Alarmierung begibt sich der Notfallseelsorger oder der Krisenintervent unter Beachtung der Eigensicherung zum Einsatzort. Dort meldet er sich bei dem Einsatzleiter der alarmierenden Behörde an und erfährt Genaueres zum Einsatz und zu seiner Aufgabe.

Sollte sich dabei herausstellen, dass ein Geistlicher einer anderen Glaubensgemeinschaft gewünscht werden sollte, wird dieser benachrichtigt. Ihnen wird dann jede Unterstützung und Hilfe gewährt.